FLVW Kreise Herford, Minden und Lübbecke beschließen Fusion der drei Kreise, Pressetermin mit den Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Eikenhorst (Lübbecke, v.l.), Markus Bierbaum (Herford), Tobias Meier (Minden)
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,
liebe Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter,
die Zukunft unserer Vereine und des Sports in unserer Region liegt uns sehr am Herzen.
Deshalb möchten wir euch heute über eine wichtige Entwicklung im Rahmen der bereits
beschlossenen Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen
(FLVW) informieren. Am 20. Oktober 2026 haben sich die Vorstände der FLVW-Kreise
Minden, Lübbecke und Herford zu intensiven gemeinsamen Beratungen getroffen.
Die Gespräche fanden in einer ausgesprochen angenehmen, freundschaftlichen und von
gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre statt. Dabei wurden die unterschiedlichen
Perspektiven sowie die Chancen, Herausforderungen und möglichen Auswirkungen eines
Zusammenschlusses offen, konstruktiv und durchaus kritisch diskutiert.
Alle Beteiligten waren sich dabei der Tragweite dieses Schrittes und insbesondere ihrer
Verantwortung gegenüber unseren Vereinen sowie den beiden Sportarten Fußball und
Leichtathletik bewusst. Am Ende dieser intensiven Beratungen stand ein einstimmiges und klares Ergebnis:
Die Anwesenden der drei Kreisvorstände haben sich gemeinsam dafür ausgesprochen,
den weiteren Prozess mit dem erklärten Ziel einer Fusion der FLVW-Kreise Minden,
Lübbecke und Herford voranzutreiben.
Warum halten wir diesen Schritt für notwendig?
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt deutlich, dass wir uns mit der Zukunft unserer
Kreisstrukturen auseinandersetzen müssen. Allein in den vergangenen sieben Jahren ist die
Zahl der gemeldeten Fußballmannschaften um rund 13 Prozent zurückgegangen. Eine
Entwicklung, die uns vor Herausforderungen stellt und die wir bei unseren Überlegungen
nicht außer Acht lassen dürfen.
Bei einem Zusammenschluss von lediglich zwei Kreisen würden wir aktuell mit rund 120
Mannschaften zwar noch oberhalb der vom Verband geforderten Mindestzahl von 96
Mannschaften liegen. Angesichts der rückläufigen Mannschaftsmeldungen stellt sich jedoch
die berechtigte Frage, wie lange eine solche Konstellation tatsächlich zukunftsfähig wäre.
Ein Zusammenschluss aller drei Kreise würde dagegen bereits heute eine Basis von
mehr als 180 Mannschaften schaffen.
Damit könnten wir nicht nur die aktuellen Anforderungen deutlich übertreffen, sondern
auch wesentlich zuversichtlicher und mit größerer Planungssicherheit in die Zukunft blicken.
Wir möchten die Zukunft unserer Kreise nicht erst dann gestalten, wenn uns rückläufige
Mannschaftszahlen zum Handeln zwingen. Vielmehr wollen wir bereits heute die Weichen
stellen, um unseren Vereinen langfristig eine starke, verlässliche und zukunftsfähige Struktur
bieten zu können.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Wir haben uns diese Entscheidung keineswegs leicht gemacht.
Die möglichen Auswirkungen einer Fusion wurden von allen Beteiligten sorgfältig
abgewogen und kritisch hinterfragt. Dabei ging es ausdrücklich nicht nur um Zahlen,
Mannschaftsmeldungen oder organisatorische Anforderungen, sondern vor allem um
unsere Verantwortung gegenüber den Vereinen, den Ehrenamtlichen sowie den
Sportlerinnen und Sportlern.
Nach intensiver Abwägung sind wir gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass eine
Fusion in dieser Dreierkonstellation deutlich mehr Chancen als Risiken bietet.
Wir sehen darin die beste Möglichkeit, sowohl den Fußball als auch die Leichtathletik
langfristig zu stärken, vorhandene Kompetenzen zu bündeln und verlässliche Strukturen für
die Zukunft zu schaffen.
Darüber hinaus würde ein gemeinsamer, größerer Kreis auch unsere Position innerhalb des
FLVW stärken. Wir könnten unsere Interessen mit größerem Gewicht vertreten und die
zukünftige Entwicklung des Verbandes aktiver mitgestalten.
Bei all diesen Überlegungen stehen unsere Vereine im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es,
Rahmenbedingungen zu schaffen, die das ehrenamtliche Engagement unterstützen und
beiden Sportarten langfristig eine starke Perspektive bieten.
Wie geht es jetzt weiter?
Mit dem einstimmigen Beschluss der drei Kreisvorstände haben wir die Grundlage für die
nächsten gemeinsamen Schritte geschaffen.
Am 12. Dezember 2026 werden wir den FLVW im Rahmen der Ständigen Konferenz
offiziell darüber informieren, dass die Kreise Minden, Lübbecke und Herford einen
gemeinsamen Zusammenschluss anstreben.
Für das erste Quartal 2027 planen wir darüber hinaus eine zweitägige gemeinsame
Arbeitstagung mit den Mitgliedern der fünf bestehenden Fachausschüsse unserer drei
Kreise:
• Kreisjugendausschuss
• Kreisfußballausschuss
• Kreisleichtathletikausschuss
• Kreisschiedsrichterausschuss
• Ausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung
Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen zunächst die fachlichen und organisatorischen Inhalte.
Ziel ist es, die bisherigen Arbeitsweisen miteinander abzugleichen, gemeinsame
Vorstellungen zu entwickeln und die zukünftige Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen
Fachbereiche vorzubereiten.
Dabei möchten wir die Erfahrungen und Kompetenzen aus allen drei Kreisen
zusammenführen und gemeinsam die Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit im
zukünftigen Kreis schaffen.
Ein weiterer wichtiger Baustein auf diesem Weg ist die im Rahmen der Kreisstrukturreform
vorgesehene Anpassung der verbandsrechtlichen Satzungsregelungen. Diese soll die
Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir uns sowohl in den einzelnen Fachausschüssen als
auch im zukünftigen gemeinsamen Kreisvorstand personell breiter aufstellen können.
Damit möchten wir gewährleisten, dass die vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten
auf mehrere Schultern verteilt werden und die Erfahrungen und Kompetenzen aus allen drei
bisherigen Kreisen angemessen in die zukünftige Arbeit einfließen können.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2027, möglichst bereits in der ersten Jahreshälfte, wollen wir
uns dann auch mit der zukünftigen personellen Besetzung der Gremien und Vorstände
beschäftigen.
Gemeinsam in eine starke Zukunft
Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem gemeinsamen Weg eine große Chance haben, den
Fußball und die Leichtathletik in unserer Region nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen
und zu gestalten. Dabei geht es uns nicht darum, Bewährtes aufzugeben, sondern vielmehr
darum, die Stärken unserer drei Kreise zusammenzuführen und gemeinsam
weiterzuentwickeln.
Uns ist bewusst, dass Veränderungen Fragen aufwerfen können. Deshalb möchten wir den
weiteren Prozess offen, transparent und im konstruktiven Austausch mit unseren Vereinen
gestalten. Über die nächsten Schritte und Entwicklungen werden wir euch selbstverständlich
regelmäßig informieren.
Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit euch zu gehen und die Zukunft
unseres Sports in der Region aktiv zu gestalten.
Mit sportlichen Grüßen
Die Kreisvorstände der FLVW-Kreise
Markus Bierbaum (FLVW Kreis Herford)
Tobias Meier (FLVW Kreis Minden)
Karl Heinz Eickenhorst (FLVW Kreis Lübbecke)